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Das ehemalige Kronland Österreichisch-Schlesien
Auf den Spuren des Bauernbefreiers Hans Kudlich ins Altvatergebirge
Reisedauer: 5 Tage
ARR-Reisebarometer
Natur
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Kultur
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Komfort
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Muße
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Österreichisch-Schlesien (offiziell Herzogtum Ober- und Niederschlesien) war von 1850 bis 1918 ein Kronland des Kaisertums Österreich bzw. Österreich-Ungarns. Es entstand 1742 als Teil des schlesischen Gebiets, der nach den Schlesischen Kriegen bei der Habsburgermonarchie verblieb. Hauptstadt war Troppau (Opava), ein bedeutender Teil war das Teschener Schlesien. Nach dem zweiten Weltkrieg fiel Schlesien fast gänzlich an das Nachbarland Polen und die deutsche Bevölkerung wurde vertrieben. Schon während des Zweiten Weltkriegs begann eine Zwangsmigration, die als die größte in der Geschichte der Neuzeit gilt. Über 3,3 Millionen Schlesier wurden aus ihrer Heimat vertrieben und die deutsche Bevölkerung ersetzt durch Zwangsumgesiedelte aus der Sowjetunion und Zentralpolen (Westverschiebung Polens).
Reiseablauf
Reiseablauf im DetailTagesübersicht
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Bis 09:30 Uhr ÖBB-Hauptbahnhof St. Pölten gemeinsamer. Treffpunkt;
Um 09:45 Abfahrt vom Bhf St. Pölten. Die Reise führt von St. Pölten Hauptbahnhof ins Weinviertel zum Winzerdorf Falkenstein mit seiner malerischen Burgruine und dem Südmährer Kreuz. Danach geht es in die Grenzstadt Nikolsburg/Mikulov am Fuße der Pollauer Berge (556 m) mit dem markanten Barockschloss. Am Abend wird die Stadt Troppau nach 2-stündiger Fahrt durch Mähren erreicht und Quartier bezogen.
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Nach dem Frühstück steht eine spannende Stadtführung in Troppau, geführt durch Mitglieder des schlesischen Kulturvereines – Nachfahren der deutschsprachigen Altösterreicher am Programm.
Danach wird der Geburtsort des österr. Bauernbefreiers mit der Hans Kudlich-Warte und dem historischen Bauernhof der Familie Kudlich besucht. Nach jahrhundertelanger Unterdrückung und Ausbeutung des Bauernstandes durch Adelige und Kirchenherren kam es im Revolutionsjahr 1848 zur Bauernbefreiung in Österreich, die untrennbar mit dem Namen Hans Kudlich verbunden ist. Kudlich wurde 1823 im Dorfe Lobenstein im Kronland „Öster-reichisch-Schlesien“ als Sohn einer alteingesessenen, robotpflichtigen Bauernfamilie geboren. Nach Besuch des Troppauer Gymnasiums studierte er in Wien Philosophie und Rechtswissenschaft.
Im Revolutionsjahr 1848 forderte er bei einer Studentenkundgebung in Wien die Abschaffung der Robot – also Zwangsarbeit für den Grundherrn. Im Reichstag, dem ersten frei gewählten Parlament des habsburgischen Kaiserreiches, brachte Kudlich als jüngster Abgeordneter mit 24 Jahren seinen berühmten Antrag ein, der in die österreichische Agrargeschichte unauslöschlichen Eingang fand.
“Die hohe Reichsversammlung möge beschließen: Von nun an ist das Untertänigkeitsverhältnis samt allen daraus entspringenden Rechten und Pflichten aufgehoben, vorbehaltlich der Bestimmungen, ob und wie eine Entschädigung (für die Grundherren) zu leisten sei.“
Im Sept. 1848 erlangte das Gesetz über die sog. „Bauernbefreiung“ Rechtskraft, brachte Kudlich den Rang des „Bauernbefreiers“ und leitete die größte Eigentumsveränderung in der österr. Geschichte ein. Dies führte zur Aufhebung des Untertänigkeitsverhältnisses und zur Grundentlastung. Der Bauer wurde nun Herr über den eigenen Grund und Boden, der ab nun auch Grundsteuern zu leisten hatte.
Weiter geht es nach Jägerndorf/Krnov zur Marien-Wallfahrtskirche am Buchberg und der Fürst-Liechtenstein-Aussichtswarte.
Am Nachmittag wird ein Abstecher ins benachbarte „Ratiborer Land“ ins polnische Oberschlesien in die Heimat des deutschen Dichters Josef von Eichendorff mit Besuch der Städte Leobschütz, Bauerwitz, Schloss Lubowitz und der Piasten-Burg in Ratibor mit seinen Parkanlagen am Oderfluss unternommen. (F)
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Diesen Tag beginnen wir mit dem Besuch des „Schlesischen Landesmuseums“ in Troppau, ehe uns die Fahrt über Freudenthal/Bruntal und Römerstadt/Rymarov ins Altvatergebirge bringt. Im waldreichen Bad Karlsbrunn, einem der schönsten Kurorte der Tschechischen Republik, wird zu Mittag gegessen.
Danach geht es über eine 8 km lange Bergstraße ins Herz des Altvatergebirges, wo uns das Berghotel Petrovy kameny (Petersteine) auf 1300 m Höhe zwei Tage als Stützpunkt mit Wellnessbereich dient. Hier begeben wir uns auf die Spuren der altösterreichischen Almpioniere der „Tessthaler Weide-gemeinschaft“ aus Groß Ullersdorf, die vor 100 Jahren auf Fürst Liechtensteinischen Grundbesitz bei der „Schweizerei“-Schutzhütte 1925 eine Sennereiwirtschaft nach alpenländischem Muster aufbaute. (F)
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Der Pfingst-Sonntag steht ganz im Zeichen der Erkundung des Altvatergebirges. Für Frühaufsteher ist morgens eine 30-min Sonnenaufgang-Wanderung zum Gipfel des Praded (1492 m) geplant. Nach dem Frühstück startet unsere mehrstündige naturkundliche Wanderung im Naturschutzgebiet Altvater, die uns auf die Hohe Heide und besondere Orte im Gebirge führt. Zurück beim Berghotel ist nachmittags ausgiebig Zeit zum Erholen mit Schwimmen im Hallenbad und Wellnessangeboten. (F)
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Wir verlassen wir das mystische Altvatergebirge und steuern die schönste Stadt in Mähren an, Olmütz, die „Krönungsstadt Kaiser Franz Josef I. Hier besuchen wir die Kathedrale, den bischöflichen Palast, die Altstadt mit Rathaus und UNESCO-Pestsäule. Krönenden Abschluss bildet das Mittagessen in der städtischen Brauerei mit Gastgarten. Die Rückfahrt nach Österreich erfolgt mit einer Kaffeepause in der Stadt Brünn und Fahrt über den Thaya-Stausee in Südmähren ins Weinviertel und über die Donau wieder zurück zum Hauptbahnhof in St. Pölten, der am Pfingstmontag 25.5. um 18 Uhr erreicht wird. (F)
Leistungen
Zuschlag Kleingruppe bei 10-12 Personen / € 45,-
Inkludierte Leistungen:
- 4x Nächtigung in Mittelklassehotels auf Basis Doppelzimmer mit Frühstück
- alle Fahrten und Ausflüge vom 1. – 5. Tag mit einem Bus (26-Sitzer
- Eintritte: Schlesisches Landesmuseum
- Führungen in Burgruine Falkenstein, Stadtführung in Troppau
- deutschsprechende lokale Guides für die Stadtführungen
- Reiseleitung ab/bis St. Pölten durch DI Siegfried Ellmauer und Reinhard Wogritsch
Nicht inkludierte Leistungen:
- Storno- und Reiseschutzversicherung
- nicht erwähnte Mahlzeiten
- Getränke
- Trinkgelder
- nicht angeführte Eintritte
Teilnehmer: 10 – 22 Personen
Extras
Ihr zusätzlicher ARR-Vorteil:
Halbes Doppelzimmer:
Die Aufzahlung auf ein Einzelzimmer kann oft ziemlich hoch sein. Als preisgünstige Alternative bieten wir Ihnen die Möglichkeit bis zu drei Monate vor Abreise ein halbes Doppelzimmer zu buchen. Findet sich kein gleichgeschlechtlicher Mitreisender übernehmen wir 50% der Aufzahlung für das Einzelzimmer und Sie kommen in den Genuss der Alleinbenützung zum halben Preis. Dies gilt nicht für Reisen, die von anderen Veranstaltern durchgeführt werden bzw. bei Reisen wo es ausdrücklich ausgeschlossen ist.
Termine und Preise
Do., 21.05.2026 - Mo., 25.05.2026
Restplätze verfügbar
Preis ab:
845,00 €
EZZ:
150,00 €