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Spaniens Norden mit Sonnenfinsternis
Von Santiago de Compostela nach Bilbao
Reisedauer: 11 Tage
ARR-Reisebarometer
Natur
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Kultur
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Komfort
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Muße
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Aktiv
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Wilde Küsten, malerische Strände, majestätische Berge und grüne Landschaften bestimmen das Bild Nordspaniens. Doch nicht nur die Natur prägt diese einzigartige Region, sondern auch die Vielzahl der außergewöhnlichen Städte und der kulturellen Eigenheiten der einzelnen, autonomen Regionen sind ein Markenzeichen dieses Landesteils Spaniens.
Auf unserer Reise zur Sonnenfinsternis, die wir südlich von Bilbao beobachten wollen, unternehmen wir einen Streifzug kultureller, landschaftlicher und auch kulinarischer Art, und lernen die Lebensart der Einheimischen kennen.
Reiseablauf
Reiseablauf im DetailTagesübersicht
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Linienflug nach Santiago de Compostela. Nach Ankunft am Flughafen übernehmen wir unsere Fahrzeuge und fahren in unsere Unterkunft.
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Heute sind wir ausschließlich in Santiago de Compostela unterwegs, das um 830 zum Wallfahrtsort ernannt wurde, als man die in einem Grab gefundenen Gebeine dem Apostel Jakobus zuschrieb. Sehenswert sind die Kathedrale von Santiago de Compostela mit ihren Reliquien und die gesamte, von der UNESCO geschützte Altstadt, die mit der Kathedrale und dem Jakobsweg als Weltkulturerbe ausgewiesen ist. Die belebteste Straße in der Altstadt Santiagos ist die Rúa do Franco, die zum Platz vor der Kathedrale führt. Hier finden sich zahlreiche Restaurants mit galicischen Spezialitäten (Pulpo cocido, Vieira etc.).
Von der Kathedrale aus gelangt man durch die Rúa de Franco zum Ausgang der Altstadt und kann dann links über die Praza de Galicia (wo sich auch eine Informationsstelle befindet) in den neuen Stadtteil gehen, wo an Wochentagen zwar keine angenehme ruhige Stimmung herrscht, jedoch anschaulich wird, wie das alltägliche Leben der Galegos aussieht. Nach rechts gelangt man in die Alameda oder Parque da Ferradura, von dessen Promenade sich ein sehr schöner Blick auf die Altstadt und die Vorderseite der Kathedrale bietet.
Neben den historischen Sehenswürdigkeiten hat Santiago de Compostela inzwischen auch moderne Architektur zu bieten. 1995 wurde das von dem portugiesischen Architekten Álvaro Siza entworfene Galizische Zentrum für zeitgenössische Kunst fertiggestellt. Auf dem Berg Gaias entstand in den letzten Jahren nach Entwürfen des amerikanischen Architekten Peter Eisenmann eine riesige Anlage, Ciudad de la Cultura de Galicia / Kulturstadt Galizien genannt, die unter anderem ein Museum, ein Theater und eine Bibliothek umfasst. (F)
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Wir setzen unsere Fahrt nach Fisterra fort, dem „Ende der Welt“. Die geographische Lage und die beeindruckenden Sonnenuntergänge haben Decimus Iunius Brutus (römischer General, der die Eroberung Galiciens anführte) zum Glauben verleitet, dass es dieser Ort war, an dem die Sonne stirbt. Zur Blütezeit des Pilgertums verlängerten viele Wallfahrer nach dem Besuch des Grabes Santiagos ihre Reise, um den von der Milchstraße angezeigten Weg bis hierher weiterzugehen.
Am Nachmittag treffen wir in A Coruña ein, das wir im Rahmen eines gemütlichen Stadtbummels kennenlernen wollen. Besonders stimmungsvoll soll der Sonnenuntergang beim Torre de Hercules sein. Übernachtung in A Coruña (F)
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Am Vormittag nehmen wir uns noch ein wenig Zeit, um uns in der Altstadt noch ein wenig umzusehen. Ausgangspunkt ist die Obelisco, im Zentrum der Stadt. Auf unserem Weg durch die Rúas Real und Rego de Auga können wir beobachten, wie das Leben in A Coruña pulsiert.
Diese beiden traditionellen Einkaufsstraßen münden in der majestätischen Praza de María Pita, auf der wir die wunderschöne modernistische Casa do Concello bewundern, in der das Rathaus untergebracht ist. Von diesem Platz aus spazieren wir in die Cidade Vella ab, wo wir sehenswerte Orte besuchen werden, wie z. B. die Igrexa de Santiago (romanisch aus dem 12. Jh.), wenn auch mit einigen spitzbogenförmigen Elementen aus dem 14. und 15. Jh., oder die erinnerungsträchtige Praza de Azcárraga, die Colexiata de Santa María, erbaut zwischen dem 12. und 15. Jh. und in unmittelbarer Nähe zum Museo de Arte Sacro oder die Praza und der Convento de Santa Bárbara, ein Ensemble berauschender Schönheit
Eine landschaftlich reizvolle Fahrt entlang der Küste steht an. Hier im Westen treffen wir auf die Costa Ártabra, für die weite Sandstrände mit hohen Wellen und Dünen, Küstenlagunen und hohe Klippen charakteristisch sind. Zahlreiche, kleine und unbewohnte Inseln sind diesen Küstenstreifen vorgelagert, die einigen Tausend Seevögeln als Brutplätze dienen.
Sehenswert ist der Abschnitt westlich von Rinlo, wo das Meer die Steilküste in wahre architektonische Elemente umgestaltet hat. Hier lassen sich Bögen, Säulen und Gewölbe finden, solange es die Gezeiten zulassen. Weiterfahrt über Ribadeo nach Vilalba mit Übernachtung. (FA)
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Ca. 50 km westlich von Gijon erwartet uns der Fischerort Cudillero, der zu den attraktivsten an der nordspanischen Atlantikküste gehört. Enge, steile Gassen, winzige Häuser und kleine Plätze mit urigen Tavernen charakterisieren dieses pittoreske Dorf. Von mehreren Aussichtspunkten können wir einen wunderbaren Blick auf den Ort genießen, der sich an einen steilen Hang schmiegt. Seine kunterbunten Fischerhäuser und Kirchen passen bestens zu den Fischrestaurants, in denen es die ganze Vielfalt der Atlantikfische gibt, darunter Seehecht in Venusmuschelsauce und Gata, eine Haiart, die in vielen Läden auch luftgetrocknet zu haben ist. Die knapp 6000 Bewohner tanzen einen eigenen Tanz namens perlindango und sprechen einen eigenen Dialekt, den pixueto. Daher nennen sie ihren Ort zumeist auch nicht Cudillero, sondern Cuideiru.
Anschließend fahren wir nach Gijon weiter, der wichtigsten Hafenstadt Nordspaniens. Sie liegt an der sogenannten Costa Verde, weshalb die Bewohner gerne im Sommer den langgezogenen Strand San Lorenzo nutzen, zu mindestens bis nachmittags, denn danach werfen die Hochhäuser an der Promenade immer längere Schatten auf den Sandstreifen. Gijón ist eine der wichtigsten Hafenstädte Nordspaniens. Die Römer haben hier Reste der damaligen Stadtmauer hinterlassen und in der Neuzeit boomte sie. Die Altstadt von Gijón thront auf dem Hügel Santa Catalina. Hier liegt auch das kuschelige Fischerviertel Cimadevilla.
Weiterfahrt nach Ribadesella, das für seine Konditoreien und Straßencafés bekannt ist, und Möglichkeit zum Besuch der nahe gelegenen Höhlenmalereien von Tito Bustillo.
Wir gelangen letztendlich nach Cangas de Onis, die erste Hauptstadt des asturischen Königreiches im 8. Jahrhundert, die mit beeindruckenden Herrenhäusern und einer mittelalterlichen Brücke, eine für damalige Verhältnisse recht gewagte Konstruktion, aufwarten kann. Unweit von Cangas de Onís nahm zu Beginn der 8. Jahrhunderts die Reconquista ihren Anfang. Übernachtung in Cangas de Onís. (F/A)
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Heute steht eine Fahrt in das Landesinnere auf dem Programm, wobei wir einen Abstecher nach Carmona machen, zu einem der reizendsten Bergdörfer Kantabriens. Weiterfahrt durch das Tal des Rio Deva hinauf in den Nationalpark Picos de Europa, ein riesiges Kalksteinmassiv, das sich brüsk über die umliegenden Täler erhebt und von den Flüssen Deva, Duje, Cares und Sella durchquert wird. Diese Flüsse haben eindrucksvolle Schluchten gegraben und die Landschaft in drei gut unterscheidbare Bergmassive unterteilt. Wir fahren zum Lago de la Ercina, von wo sich uns bei gutem Wetter ein tolles Bergpanorama bieten wird. In Begleitung eines Parkrangers unternehmen wir noch eine naturkundliche Wanderung.
Am späteren Nachmittag erreichen wir Santander, das wir noch im Rahmen eines Spaziergangs entlang der Bahía de Santander erkunden wollen, Auf der Landseite des Boulevards stehen die prachtvollen Gebäude in Reih und Glied: Die Banco de Santander mit ihrem gewaltigen Bogen, der eine Straße überspannt, Konsulate, Cafés, noble Geschäfte… Auf der Wasserseite die Bahía de Santander mit Blick auf das gebirgige Hinterland und den Hafen, mit Bootsanlegern und schließlich dem Yachthafen Puertochico.
Die Halbinsel Magdalena beherbergt einen schönen Park mit wundervollen Aussichten auf die Bucht und die Atlantikküste. Auf der Südseite die Strände zur Bucht: Playa de la Magdalena, Playa de los Peligros, Playa de los Biquinis (Ja, hier durften die ersten Bikinis Spaniens getragen werden!) mit ruhigem Wasser und meist gut gegen den Atlantikwind geschützt. Übernachtung in Santander. (F)
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Fahrt nach Santillana del Mar, das über die besterhaltenen Adelshäuser der Region verfügt. Besuch des Merino- und des Borja-Wehrturmes und des Barredapalastes. Anschließend Besichtigung der Stiftskirche, dessen Kreuzgang einen Höhepunkt der Spanischen Romanik darstellt. Der Ursprung des Ortes geht auf das 8. Jh. zurück, als sich allmählich ein mittelalterliches Dorf ausbildete, in dessen Zentrum sich die Stiftskirche Santa Juliana befand, die dem heutigen Santillana del Mar später ihren Namen verleihen sollte.
Nach unserem Besuch von Santillana del Mar geht es weiter nach Altamira nach. In der permanenten Ausstellung „Die Zeiten von Altamira“ kann der Besucher sich in die Vorgeschichte der Iberischen Halbinsel zurückversetzen. Hier werden die verschiedenen Aspekte des prähistorischen Lebens in Altamira ausgestellt: Kunst, Kultur, Alltag, Jagdtechniken etc. Und dies alles mithilfe von Gegenständen, die diese Epoche auf der Iberischen Halbinsel am besten darstellen. Das Museum ist eine getreue Nachbildung der Höhle von Altamira, die 1879 von Marcelino Sanz de Sautuola entdeckt wurde, was gleichzeitig die Entdeckung der Höhlenmalerei aus der Altsteinzeit bedeutete. (F)
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Auf der Fahrt nach Bilbao bietet sich ein Stopp in Laredo an. Ein Spaziergang durch die sehenswerte Altstadt zeigt uns ihre wunderschönen Adelshäuser und ihre Kirche. Anschließend halten wir in Castro Urdiales an. Der Ortskern mit seinen charakteristischen Häusern mit Holzbalkons ist mittelalterlichen Ursprungs und wurde 1978 zum Historischen Ensemble erklärt. Die wichtigsten Bauten aus verschiedenen Stilen und Epochen stehen im Kontrast zur Schlichtheit des Fischerviertels, dessen enge Gassen zum Spaziergang einladen. Die berühmteste Ansicht von Castro Urdiales bilden die Burg mit dem Leuchtturm und Kirche Santa María. Letztere stammt aus dem 13.-15. Jahrhundert und ist der bedeutendste Gotikbau Kantabriens. Die Ortschaft verfügt auch über sehr wertvolle Höhlenmalereien. In der Höhle Peña del Cuco sind Zeichnungen aus dem Spätpaläolithikum erhalten, die Hirsche, Pferde und Ziegen darstellen. Am Nachmittag erreich wir Bilbao. (F)
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Im Rahmen eines Stadtspaziergangs versuchen wir Bilbaos architektonische Sehenswürdigkeiten zu sehen, wie z. B. La Plaza (Mercado de la Ribera), die größte überdachte Markthalle Europas, die das Herz und die Seele Bilbaos verkörpern. Der Markt ist von Montag bis Samstag jeweils ab 8:00 Uhr bis ca. 14:00 Uhr geöffnet, oder die Brücke Zubizuri (Architekt Santiago Calatrava), die an ein aufgeblähtes Segel im Wind erinnern soll und die Paseo Uribitarte mit dem Paseo Campo Volatin verbindet. Nicht zu vergessen das Guggenheim Museum (Architekt Frank Gehry). Das am linken Flussufer der Ría liegende Gebäude erinnert ein wenig an ein Schiff, das flussaufwärts fahren wollte und dabei an der Puente de la Salve gestrandet ist. Wegen seines spektakulären Äußerem, aus Titan, Kalkstein und Glas, ist es zu Recht ein Wahrzeichen der Stadt. Besonders sehenswert ist auch die Puente de Vizcaya, auch Puente Colgante genannt. Die Hochbrücke wurde vom Ingenieur und Architekten Alberto de Palacio y Elissague, einem Schüler Gustave Eiffels, entworfen. Seit ihrer Fertigstellung 1893 verbindet die Schwebefähre die Gemeinde Portugalete mit dem Stadtteil Las Arenas der Gemeinde Getxo auf der anderen Seite der Ría.
Am Nachmittag werden wir noch einen Ausflug nach San Sebastian unternehmen, Kulturhauptstadt 2016. Die Stadt erstreckt sich entlang einer Bucht Bahía de La Concha zwischen den Bergen Urgull und Igeldo. Ein Fischerviertel, eine herrschaftliche Neustadt und moderne Viertel machen diese Stadt zu einer der attraktivsten der kantabrischen Küste. Eine schöne Strandpromenade mit elegantem Geländer und Laternen zieht sich entlang des Strandes Playa de La Concha, an dem auch das alte königliche Badehaus La Perla del Océano liegt. Folgt man der Promenade gelangt man schließlich zum ehemaligen Casino, das heute das Rathaus beherbergt. In dieser Gegend liegt zwischen dem Meer und dem Fluss Urumea die Altstadt sowie – ein bisschen weiter Richtung Berg Urgull – der Sporthafen und das Fischerviertel. Nicht unversucht dürfen die sogenannten pinchos in San Sebastian bleiben, kleine, äußerst schmackhafte Häppchen, die hier ihre Vollendung gefunden haben. Rückfahrt nach Bilbao. (F)
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An diesem Tag können wir die Sonnenfinsternis aus nächster Nähe erleben, denn die erste totale Sonnenfinsternis in Spanien seit mehr als einem Jahrhundert ist zu sehen. Um die sie so lange wie möglich beobachten zu können, fahren wir nach Penaranda de Duero bei Burgos, das sich ganz nahe am Pfad der Totalität befindet.
Die Finsternis beginnt dort um 19.33 Uhr und die Totalität wird um 20.29 Uhr für ca. 1 Minute und 44 Sekunden zu beobachten sein. Im Anschluss geht es dann wieder zurück nach Bilbao. (F)
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Je nach Flugzeit erfolgt der Transfer zum Flughafen mit anschließendem Rückflug nach Wien. (F)
Besondere Hinweise
ARR Reiseleitung: Nikolaos Chatzioannidis
Kleingruppenzuschlag (6-8 Pers.): EUR 160,00 pro Person
Einzelzimmerzuschlag: EUR 990,00 pro Person
Leistungen
Inkludierte Leistungen:
- Linienflug ab/bis Wien
- 10 x Übernachtung in Mittelklassehotels auf Basis Doppelzimmer mit Frühstück
- Verpflegung wie tageweise angegeben (F=Frühstück/A=Abendessen)
- Rundreise mit Kleinbus vom Reiseleiter gelenkt (bei einer Gruppengröße von 8 Personen kommen ein zweites Fahrzeug mit Fahrer zum Einsatz)
- Stadtführungen in Santiago de Compostela, Bilbao und in San Sebastián; geführte Wanderung in Carmona (ca. 5h) inkl. Lunchpaket;
- Eintritt: Altamira Neo-Höhle mit Museum; Cueva de Tito Bustillo in Ribadesella, El Capricho in Comillas (inkl. englischsprechender Führhrung)
- ARR-Reiseleitung: Nikolaos Chatzioannidis
Nicht inkludierte Leistungen:
- Persönliche Ausgaben
- Trinkgelder
- Reise- und Stornoversicherung
Besondere Hinweise
ARR Reiseleitung: Nikolaos Chatzioannidis
Kleingruppenzuschlag (6-8 Pers.): EUR 160,00 pro Person
Einzelzimmerzuschlag: EUR 990,00 pro Person
Extras
Geplante Lodges und Hotels (oder ähnliche):
Santiago de Compostela – Compestela 4* / 2 Nächte
Coruna – Hotel Eurostars Atlantico 4* / 1 Nacht
Vilalba / Parador 4* Villalaba / 1 Nacht
Cangas de Onis / Parador 4* Cangas de Onis / 1 Nacht
Sandander / Hotel 3* Puerta Santander / 2 Nächte
Bilbao / Hotel 4* Hesperia Bilbao / 3 Nächte
Termine und Preise
Mo., 03.08.2026 - Do., 13.08.2026
verfügbar
Preis ab:
4.390,00 €
EZZ:
990,00 €